Steg-Ramming, die Dritte

Am 8. Mai fuhr bei Kaiserwetter ein voll besetztes Chartermotorboot stromab in unsere Steganlage. Glücklicherweise gab es keine Verletzten oder Schäden an Booten. Die Schäden, welche das etwa fünf Meter lange Boot verursachte, sind überschaubar. Die Stegbohle ist zersplittert, ein Gitterrost verbogen und ein paar Gitterroste wurden aus der Verankerung gerissen. Augenzeugen attestieren einen erhöhten Schwierigkeitsgrat um an dieser Stelle einzuschlagen. Der Bootsfüher besitzt keinen Sportbootführerschein.

Unsere Anziehungskraft scheint ungebrochen. Vor fast genau 20 Jahren traf eine Schubeinheit nach Motorschaden an exakt derselben Stelle unsere Steganlage. Ergebnis: Die gesamte Steganlage auf dem Grund der Dahme. Im Mai 2016 rammte ein Partyfloß einen Dalben im Außenhafen, der daraufhin über Grund abknickte. Der Bootsführer (ohne Sportbootführerschein) war erst durch Hinterherfotografieren und „energisches“ Rufen zu bewegen auf Gegenkurs zu gehen und die Angelegenheit zu klären. Dauer bis zur Instandsetzung: 11 Monate.

Was sich im aktuellen Fall im Nachhinein verhältnismäßig harmlos anhört hätte auch ganz anders ausgehen können. Immerhin ist schon bei einem so kleinen Boot inklusive Crew eine gute Tonne Masse in Fahrt. Und das, mit bis zu 15 Pferdestärken beschleunigt, führerscheinfrei. Wiederholt hatten wir eine Riesenportion Glück. An dieser Stelle der Steganlage legen im Trainingsbetrieb unsere Kinder- und Jugendboote ab!

Zwei Trends sind aus der Historie (Stand heute) erkennbar.  Die Schadenshöhe nimmt ab – die Schadenshäufigkeit nimmt zu.

Auch gestandene Skipper schießen mal kapitale Böcke. Aber künftig führerscheinfrei bis 30 PS?

Gespräche zur Schadensregulierung fanden bereits sowohl mit der Charterfirma als auch mit dem Bootsführer statt.

Tomas Fischer, Technischer Leiter

Neues Boot im Hafen

Seit vergangenem Dienstag steht das erste Boot segelklar im Hafen der SGW. Ein schöner und vor allem lang ersehnter Anblick. Und dazu noch ein Neuzugang!

Wir begrüßen eine Ixylon mit interessanter Geschichte und in Top-Zustand. Verholt wurde das Boot per Trailer und selbstverständlich unter Einhaltung der aktuellen Auflagen der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung. Den glücklichen Eignern „Allzeit Gut Wind und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“.

PS: Seit Freitag steht, von den „DickschiffseglerInnen“ neidich beäugt, neben der Ixy ein FD auf dem Sattelplatz. Wird doch…

Saisonstart mal anders

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

am vergangenen Wochenende wäre Ansegeln gewesen. Aus bekannten Gründen konnte es nicht stattfinden. Wir bedauern dies ebenso sehr wie ihr und danken Euch für Euren Langmut und die gegenseitige Rücksichtnahme, damit wir uns nicht in Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus bringen.

Immerhin: Dank unseres Sportfreundes Norbert Wacker weht unser Vereinsstander am Flaggenmast als Zeichen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen.

In seiner letzten Sitzung am 25.04.2020 hat sich der scheidende Vorstand mit der 4. Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 21.04.2020 befasst und kam einstimmig zu dem Beschluss, dass ein Abslippen der privaten und vereinseigenen Boote für unseren Verein derzeit nicht möglich ist. Für den Fall, dass Zusammenkünfte und Ansammlungen wieder erlaubt sind, ist der Vorstand vorbereitet und hat ein Konzept zum Abslippen und Auslagern der Boote.

Zum ersten Mal in der Geschichte unseres Vereins wurde ein neuer Vorstand per Briefwahl gewählt. Die Auszählung der Stimmen fand am 26.04.2020 um 10:00 Uhr statt. Wer wollte, konnte die Stimmenauszählung im Internet verfolgen.
Mindestens 18 Sportfreundinnen und Sportfreunde waren mit dabei.

Während wir auf die Verkündung des Wahlergebnisses durch den Wahlvorstand warten, danken wir Euch für Eurer Vertrauen, wünschen dem neuen Vorstand viel Glück und Erfolg und uns allen Gesundheit und eine baldige Rückkehr auf unsere heimischen Gewässer.

Eurer Vorstand

Boris Rogowski, designierter 2. Vorsitzender


Eichenprozessionsspinner? Nein Danke.

Wann auch immer die Segelsaison 2020 in der SGW beginnen wird, unsere prächtigen Eichen sind bereit.

Nachdem im März beide Bäume von Totholz befreit wurden gab in dieser Woche das Stadium des Blattaustriebes das Signal für die jährliche Beandlung gegen den Befall durch Eichenprozessionsspinner.

Beide Arbeiten wurden durch seit bereits Jahrzehnten hierfür beauftragte Berliner Fachunternehmen ausgeführt.

Schließung der Sportstätte

05.04.2020

Das Vereinsgelände der Segelgemeinschaft Wendenschloss e.V. bleibt auf Anordnung des Bezirksamtes Treptow/Köpenick weiterhin und bis auf Widerruf geschlossen.

Änderungen hierzu werden ausschließlich durch den Vorstand der SGW bekannt gegeben.

Tomas Fischer

Technischer Leiter

Vorstandssitzung in Coronazeiten

Heute hat die erste virtuelle Vorstandssitzung der SGWendenschloß e.V. stattgefunden, unser Dank gilt der Jugendabteilung. An unserer Redekultur müssen wir noch arbeiten, doch man lernt sehr schnell, sich auf die notwendigen Dinge zu beschränken. Der Wahlvorstand arbeitet intensiv an der Fortführung der Vorstandswahl und wir werden uns nächsten Montag wieder „on air“ treffen. Allen Mitgliedern und Freunden der SGW wünschen wir Gesundheit und Zuversicht. Der Vorstand wird wieder von sich hören lassen. Grüße von zuhaus Inis und Andreas

Neue Technik

Nach dem Aufbau eines Gestells auf einen unserer vereinseigenen Schlauchboottrailer am Anfang des Jahres passt dieser nicht mehr unter das Jollenregal in der Halle. Dafür können wir damit nun ein Schlauchboot plus einen 420 oder drei Optis transportiern. Das Gestell für einen zweiten Trailer liegt schon fertig verzinkt bereit.

Nun kommen ja Sliptermine genauso unerwartet wie das Jahresende. Deshalb mussten in der Woche vor den Aufslippen noch eilig Hafentrailer für zwei unserer Schlauchboote gebaut werden. Unser vereinseigenes Material soll lange einsatzbereit bleiben. Somit haben wir uns entschlossen zum Jahresende noch diese Anschaffung zu tätigen um die Boote auch im Winter weiterhin in der Halle lagern zu können.

Also kurz vor Ultimo noch schnell Maße nehmen, Konstruktion erstellen, Material bestellen und zusehen alles fertig zu bekommen. Am Donnerstag Abend standen dann tatsächlich die Fahrgestelle in der Halle, bereit zum Aufbau. Großartig! Räder und Auflagen ran und sehen ob alles passt. Um 21:00 standen zwei Schlauchboote auf ihren individuellen Hafentrailern unter dem Jollenregal. Im Frühjahr gehen diese noch zum verzinken. Schöner Nebeneffekt: Die Deichseln stehen nicht über den Steven hinaus. Das heißt pro Boot etwa 1,5 m mehr Platz im unserer Halle. Das reicht zwar nicht für ein weiteres Boot im Winterlager schafft aber etwas Raum zum rangieren. Und: Beim slippen müssen die Boote nicht mehr mühsam auf die Straßentrailer gewinscht werden.

Ein großes Dankeschön an alle beteiligten Sportfreunde.

Die drei großen „A“ im Oktober

Absegeln – Arbeitseinsatz – Aufslippen, das sind stets drei aufeinanderfolgende und ereignisreiche Wochenenden zum Saisonende.

Absegeln. Mitte Oktober segeln im T-Shirt! Das hatten wir auch schon anders. Obwohl der austragende Verein am 12.10. gen Köpenick lag setzten doch einige Kurs SO und nutzten die hervorragenden Bedingungen um noch einmal Richtung Gosener Tonne zu segeln. Nach Klönsnack und Stärkung ab Mittag bei der BTB füllte sich gegen Abend der Hafen der SG Wendenschloss allmählich wieder. Segel wurden abgeschlagen, einige Boote wurden abgeriggt. Bei diesem Wetter und den Prognosen für die kommenden Tage tat das schon ein bisschen weh. Der Tag endete entspannt und bei sommerlichen Temperaturen.

Arbeitseinsatz. Eine Woche später, Sonnabend 09:00 Uhr am Flaggenmast. Vorbereitung des Aufslippens. Aufklaren der Bootshalle, Einlagern der Jugendboote und Jollen, erste Laubaktion, Sliptechnik prüfen, Reifen aufpumpen, Lager schmieren und so weiter. Unsere Jugend war zahlreich am Start und übernahm das Einlagern der Jollen sowie die Regie auf dem Zwischendeck. Neben unseren Optimisten und den Segeln der vereinseigenen Boote wanderten Gartenmöbel, Sonnenschirme und einiger Kram nach oben, welcher im Winter nicht benötigt wird. Aus der Halle ging einiges Richtung Recyclingtonne. Erstaunlich, was sich in 6 Monaten so ansammelt. Gegen 14:00 Uhr war alles erledigt. Winterlager und Technik waren einsatzbereit. Drei Kielboote, beim Nachbarverein SC Brise gekrant, sowie unser Jugendboot standen auf ihren Trailern. Im Anschluss an den Arbeitseinsatz wanderten diverse Riggs in die Mastknaggen.

Aufslippen. 26.10., 09:00 Uhr in der SGW. Im Hafen liegen ausnahmslos Boote ohne Masten. Das Wetter wiederum hervorragend. Sonne, knapp 3 Beaufort. Ideal zum segeln. Wären da nicht die Sliptermine. Also kurze Erörterungen zum Ablauf, danach die obligatorische Arbeitsschutzunterweisung durch den Technischen Leiter und das erste Boot geht auf eigenem Hafentrailer in die Halle. Unsere Jugend ist wieder dabei und hilft die „Dickschiffe“ zu bewegen. Großartig. Die Halle füllt sich. Auf dem Außengelände überwintern in diesem Jahr nur Boote auf eigenen Trailern. Auch diese sind schnell an Ort und Stelle. Kurz vor 14:00 Uhr ist alles erledigt. Alle Boote stehen wie geplant und die Technik ist verstaut. Unsere vereinseigenen Trailer warten auf der Trailerfläche auf die nächste HU. Zwei Bugräder und eine Seilscheibe müssen abgeschrieben werden, mehr aufregendes ist nicht passiert.

Für die Nikolausregatta im Dezember stehen noch zwei 420er auf der Wiese bereit. Zwei Motorboote werden hierzu noch einmal erweckt werden bis es dann, was den Hafenbetrieb betrifft, für diese Saison entglütig ruhig wird.

Vorbereitungen zum Saisonende

Traditionell läutet der Oktober das Ende der jährlichen Segelsaison ein. Daher bitte die anstehenden Segelsaisonendeveranstaltungen im Kalender beachten:

Eine besonders freundliche Erinnerung gilt der Abgabe der Fahrtenbücher. Die Mitglieder der SGW waren im Fahrtenwettbewerb der letzten Jahre erfolgreich, wie unsere Galerie zeigt.

Sturmschaden (schon wieder)

Ein Gewitter. Es blitzt und donnert, Wind kommt auf und es gibt eine ordentliche Dusche von oben – normal. Hierbei fast jährlich Schäden durch Straßenbäume – nicht normal.

Sonnabend, 20.07. Wind und Regen hatten wir auch schon schlimmer erlebt. Trotzdem landete wieder einmal ein stattlicher Ast eines Baumes im Peter-Gast-Weg auf unserem Vereinsgelände. Diesmal hat es das Tor zur Trailerfläche erwischt. Rahmen verbogen, Angeln abgerissen, Schließung defekt, Zaunfelder beschädigt. Immerhin hatten wir ganze drei Monate lang eine intakte Zaunanlage, haben wir diese doch erst in diesem Frühjahr komplett erneuert.

Mit Blick auf die Schäden hatten wir ein weiteres mal großes Glück im Unglück. Allein ist der Ast nicht zu bewegen. Fallen Äste dieser Größe herab ist das der Gesundheit tendenziell abträglich. Das kann auch mal ganz anders ausgehen.

Die Regulierung aller bisherigen gleichartien Schäden wurde durch den Bezirk als Eigentümer der Straßenbäume stets abgelehnt.