Förderung für Jugendraum bewilligt

Ein Antrag bei der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH über knapp 3.000,-€ zur Neugestaltung unseres Jugendraumes ist bewilligt worden!

Nachdem bereits im letzten Jahr der Aufbau eines kompletten Optis von der Knorr-Bremse übernommen wurde, freuen wir uns riesig, dass es nun unserem Jugendraum an den Kragen geht. Die Zeiten der kleinen Rümpelkammer sind damit also ein für alle Mal beendet.

Ziel ist es einen freundlichen einladenden Raum zu gestalten, in dem sich die Jugendlichen unseres Vereins auch nach dem Segelsport gerne treffen wollen. Dazu werden von der Fördersumme Polstermöbel angeschafft, Wände gestrichen und Schränke gekauft, in denen alles seinen Platz findet.

An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass es in den nächsten Wochen etwas zu Beeinträchtigungen rund um den Jugendraum kommen kann, da wir möglichst schnell mit den Arbeiten beginnen wollen.

Fabi

Ferienstart-Trainingslager bei der TSG

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien (07.07.2022) starteten einige SeglerInnen unserer Optigruppe zum Trainingslager, organisiert von der TSG. AN vier Tagen trainierten 3 SportlerInnen aus unserem Verein in 2 verschiedenen Gruppen Sie wurden von Ravi und Fabi begleitet, die vor Ort gemeinsam mit weiteren Trainern die Einheiten durchführten. Gesegelt wurde auf dem Langen See und dem Seddinsee bei zunächst schwachen, die Tage aber zunehmenden Winden.
Bei größtenteils gutem Wetter wurden in den Abendstunden etliche Werwölfe gejagt und das Schlafen im Zelt hat auch keine Probleme gemacht.

Besonders stolz sind wir auf unsere SportlerInnen, die sich in diesem Trainingslager sehr stark weiterentwickeln konnten.

Voller Vorfreude blicken wir nun auf unser eigenes Trainingslager am Ende der Sommerferien in Greifswald und stecken schon Mitten in den Vorbereitungen.

Ravi und Fabi

Der schnellste Opti kommt …

… aus der SGW!

22 junge Opti-Segler/innen aus sieben Vereinen wettereiferten beim 17. Wendenkrug-Cup am 2./3. Juli 2022 in unserem Revier um den Wanderpreis für den schnellsten Opti aller Wertungsklassen. Mit Max und Konrad konnten gleich zwei junge Sportfreunde der SGW das Regattafeld anführen. Trainiert und betreut wurden die beiden Aktiven von unseren Jungendtrainer/innen Lina, Tina und Ravi, die sich ebenso sehr über den schönen Erfolg gefreut haben. An dieser Stelle ein fettes Danke an unsere Trainer/innen für die tolle Jugendarbeit. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hört man, die beiden Aktiven seien jetzt richtig „heiß“ auf das Trainingslager in Greifswald.

LJM Brandenburg – 420er – Platz 1 & 2

Bei der diesjährigen Brandenburger Meisterschaft im 420er konnten wir die Plätze 1 & 2 für uns verbuchen!

Bei Hack am Samstag und etwas gutmütigeren Bedingungen am Sonntag, konnte mit einem gut besetzten Feld von 23 Booten, erstmalig auf dem Wolziger See, die LJM Brandenburg ausgesegelt werden. Unsere Freunde vom SC Krüpelsee schafften es auch auf ungewohntem Gelände in Blossin eine hervorragende Regatta für uns zu organisieren.

Glückwunsch an die Sieger zum herausragenden Ergebnis!


TeilnehmerInnen: Christoph & Lina, Niels & Niklas

Betreuung: Ravi / Denes

https://www.manage2sail.com/DE-DE/event/LJM2022#!/results?classId=420er

Optimalcup 2022 – 420er

Auch in diesem Jahr ging es für die 420er (zusammen mit unseren Optis) wieder zum Optimalcup an die Müritz. Mit drei SGW Teams und jeweils einem Team von TSG/DJC und YCBG solltes es nach der Anreise am Freitag, Samstag nach der Steuermannsbesprechung aufs Wasser gehen. Auf Grund einer amtlichen Warnung und draußen auf der Müritz unberechenbaren Verhältnissen, wurden die angesetzten Wettfahrten jedoch zunächst verschoben und später für den Samstag gänzlich abgesagt. Zumindest eine kurze Trainingseinheit konnten wir dann aber doch noch einschieben.

Danach hieß es früh ins Bett, da sämtliche Wettfahrten auf Sonntag verlegt und der Start auf 09:00 (!) vorgezogen wurde. Das hieß mit der Müritz-typischen langen Anfahrt zum Regattagebiet Frühstück um 06:00…

Auf dem Wasser konnten wir dann aber bei anfangs noch ordentlich Wind, später weniger und schwierigen Bedingungen, zumindest drei der geplanten vier Wettfahrten segeln. Die Plätze 13, 14 und 16 waren am Ende unsere:

TeilnehmerInnen: Christoph & Lina, Niklas & Niels, Leoni & Svenja

Betreuung: Denes

https://www.raceoffice.org/data/7776310773.pdf

Top Platzierung trotz schwieriger Bedingungen

Neben der 420er-Gruppe war auch unsere aktuell einzige Opti-B Seglerin an diesem Wochenende beim optimal-cup auf der Müritz. Zusammen mit einer Seglerin vom YCW konnte sie ihre ersten Erfahrungen bei einer Opti-B Regatta sammeln. Am ersten Tag wurde wegen zu viel Wind keine Wettfahrt gestartet, was die Beiden aber nicht davon abhielt zu einer stürmischen Trainingseinheit auf die Müritz zu fahren. Dafür gabs viel Lob von den Trainern.
Am zweiten Tag konnten dann noch drei Wettfahrten gestartet werden, jedoch musste die Letzte wegen zu wenig Wind abgebrochen werden. Mit einem 24. Platz von 53 Teilnehmenden konnte sie eine starke Platzierung für den ersten Start bei diesen Bedingungen und einem guten Feld ersegeln.
Wir freuen uns auf weitere Abenteuer bei den Opti-Regatten in dieser Saison.

Fabi und Ravi

Hugo-Bräuer-Preis 2022 – 420er

Mit ordentlich Druck am Samstag und Schweinetreiben am Sonntag fand der diesjährige Hugo-Bräuer-Preis beim WSV statt. Es kam ein recht ordentliches Startfeld von 17 420ern zusammen, wir waren mit zwei Teams vertreten. Am Ende des Wochenendes konnten wir die Plätze 4 und 13 für uns verbuchen.

TeilnehmerInnen: Lina & Christoph, Niels & Niklas

Betreuung: Denes

https://www.raceoffice.org/data/5079396786.pdf

Ausschreibung zur 24. Hauptmann von Köpenick-Regatta 2022

Die Ausschreibung zur 24. Ausgabe der Hauptmann von Köpenick-Regatta am 18. Juni 2022 ist veröffentlicht und Anmeldungen werden ab sofort über die Manage2Sail angenommen.

Abbildung Klassenzeichen Optimist

Die Hauptmann von Köpenick-Regatta für Opti-Anfänger wird von der Segelgemeinschaft Wendenschloß e.V., dem Segelclub Fraternitas 1891 und der Segelvereinigung Neptun e.V. veranstaltet.

Weitere Informationen und die vollständige Ausschreibung: 24. Hauptmann von Köpenick-Regatta

Trainingslager Greifswald 2021

Wie jedes Jahr haben wir wieder eine Woche Sommertrainingslager gemacht. Dieses Jahr sind wir wieder zum MaJuWi nach Greifswald an den Greifswalder Bodden gefahren. Wir sind am Samstag, dem 31.07.21 angereist und am 07.08.21 abgereist. Dabei waren 5 Optis und 7 ½ 420er, also insgesamt20Jugendliche und Kinder plus 8 Trainer/Betreuer und zwei Kleinkinder aus4 verschiedenen Vereinen (SGW, TSG, DJC und YCW).

Wir sind morgens am Samstag mit aufgeladenen Booten und vollgepackten Autos losgefahren. Nach dreieinhalb Stunden waren wir endlich da und haben direkt bei Regen unsere Boote abgeladen und sofort aufgebaut. Zum Glück war das aber auch der einzige Schlechtwettertag und wir hatten den Rest der Woche mehr oder weniger gutes Wetter.

Anschließend hatten wir Zeit auszupacken und unsere Unterkunft zu erkunden. Wir waren in Mehrbettzimmern untergebracht, teilweise sogar mit Meerblick! Unser gemeinsamer Besprechungsraum war sehr toll! Dieser ist eigentlich eine Bar/Clubraum gewesen, welcher komplett von uns genutzt werden konnte. Von hier aus konnten wir sehr schön auf die Slipanlanlage mit unseren Booten sehen und hatten sogar Platz wie im Kino, um die Auswertungsvideos vom Tag anzusehen. Wir haben dann noch gemeinsam in der Mensa zu Abend gegessen, dort gab es auch jeden Tag ein Frühstücksbuffet, an dem wir uns Lunchpakete für das Mittagessen schmieren konnten und ein warmes, leckeres Abendessen.

Wir sind auf einem geschützteren Teil des Greifswalder Boddens (ein Zipfel davon, namens Dänische Wieck) gesegelt. Dort gibt es zwar die gleichen Windbedingungen, jedoch kleinere Wellen. Gut für uns, da viele – insbesondere die Optis – noch nie mit Welle gesegelt sind. Gemeinsam mit uns waren auf diesem Teil des Boddens noch weitere Jugendboote vom Wannsee unterwegs.

Jeden Tag wurden wir morgens geweckt, gerne auch etwas früher wenn man Morgensport machen wollte, zum Beispiel Schwimmen, Joggen, Yoga, an einem Tag kurzes spaßiges “Aerobic-Sportprogramm”, dann gabs Frühstück. Anschließend direkt schnell Boote aufbauen, umziehen und nix wie raus aufs Wasser. Das Training war in einen Vormittags- und Nachmittags Block gegliedert, dazwischen gab es eine Pause in der wir reingefahren sind und ein schnelles Lunch gegessen haben. Manchmal sind wir auch Fischbrötchen essen gegangen, die in Greifswald natürlich SEHR lecker waren. Nach einer kurzen Erholungspause, in der man an Booten basteln, schlafen oder einfach nur entspannen konnte, sind wir wieder rausgefahren. Nachmittags gab es ab Mitte der Woche Wettfahrten, vorher auch Technik und Taktik/Strategie Training bis zum frühen Abend. Nach dem Reinfahren haben wir Boote abgebaut, abgedeckt, uns umgezogen und haben zu Abend gegessen. Anschließend gab es freies Programm: Draußen sitzen und singen bei Gitarrenspiel, Karten spielen oder sich einfach nur unterhalten. Alle waren meist aber schon sehr geschafft vom Tag und wir sind immer relativ früh schlafen gegangen.

Das Besondere am Greifswalder Bodden war, dass wir zu Bedingungen segeln konnten, die es bei uns auf der Dahme normalerweise nicht gibt. Wir haben zum Beispiel Manöver bei Starkwind (bis zu 7 bft) und dazu noch Welle (über 1m) geübt. Dazu gab es immer einiges an Strategie- und Taktikübungen, da dieses Revier natürlich deutlich größer und weitläufiger ist als unseres. Der Wind war konstanter und man konnte zum Beispiel nicht mehr so stark mit Landeinflüssen arbeiten. Ab Mitte der Woche sind wir auch viele Trainingsregatten gefahren. Dies war sehr gut, da wir ja noch drei weitere 420er aus anderen Vereinen dabei hatten. Es wurde auch eine Opti-Wettfahrt mit der Trainingsgruppe vom Wannsee organisieren und so auch für die kleineren ein gutes Regattafeld hinbekommen.

An einem Tag sind wir bis zu den zwei ehemaligen kleinen Bohrplattformen auf den Bodden gefahren und haben dort Training gemacht. Das war sehr schön und hat Spaß gemacht, da wir mal bei Wind eine sehr lange Strecke fahren konnten. Zu unserem Leid haben diese Plattformen sehr stark gestunken, da sich dort hunderte Möwen eingenistet haben.

Jeden Abend nach dem Training gab es neben der kurzen Zwischenauswertung mittags eine sehr gründliche Nachbesprechung. Dazu hatten die Trainer während des Trainings Videos und Fotos von uns beim Segeln gemacht. Dieses Material haben wir nun ausgewertet und über das gesprochen, was wir gut gemacht haben und was vielleicht verbesserungswürdig ist. Das war sehr hilfreich da es nochmal etwas anderes ist sich selbst von außen einmal Beobachten zu können.

Am Donnerstag haben sich unsere Trainer – wie es bei unserem Trainingslager Tradition ist – etwas Lustiges für uns ausgedacht. Jedes Jahr gibt es die sogenannte Neptuntaufe. Dabei kriegen wir einige lustige Aufgaben und am Schluss werden einige Kinder auf einen neuen Namen getauft. Um uns “zu rächen” gab es auch noch von uns selbst organisiert eine “Trainerwettfahrt”. Dabei haben diesmal die Trainer Aufgaben bekommen, die sie zur Belustigung aller Beteiligten erfüllen sollten.

Am Ende der Woche gab es für alle eine Siegerehrung für die Trainingsregatten, die wir in der Woche gefahren sind, wo jeder ein Trainingslager T-Shirt, eine Urkunde und einen kleinen Preis erhalten hat.

Am letzten Tag hieß es dann wieder Abbauen, Packen, Abfahrt. Dies war natürlich sehr schade, denn die Woche war echt schön (wenn auch super anstrengend) und ist für alle Beteiligten leider viel zu schnell vorbei gewesen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr

und das Trainingslager 2022!!

Vielen Dank an unsere Trainer und das Land-Team!

Svenja und Niels Stefanski, SGW 420er

Von Hygienekonzepten, digitalem Training und Akku-Baustrahlern – Wie Kinder- und Jugendsport 2020 dann doch irgendwie stattfand

… und dann war halt doch auf einmal Pandemie, so richtig und nicht nur irgendwo weit weg. Wintertraining, Theorieeinheiten, alles ab Mitte März abgesagt. Das lässt sich natürlich, wenn auch unschön, noch halbwegs verkraften, aber spätestens als der Frühling sich dann doch nachhaltig breitzumachen schien, fingen beim Blick aufs Wasser die Finger an zu kribbeln und es drängte sich die Frage auf: Wie und wann können wir endlich wieder trainieren? Dazu hier ein kurzer Abriss, wie Kinder- und Jugendsport in der SGW 2020 dann irgendwie doch stattfinden konnte.

Gut, wir konnten uns nicht mehr treffen, also fix die Kommunikation zwischen den TrainerInnen auf voll-digital umgestellt, soweit kein Problem. Kontakt zu den Eltern und Aktiven wie immer zu dieser Zeit per E-Mail. Nach über zwei Monaten genauster Lektüre aller Verordnungen und deren Änderungen zeichnete sich Ende Mai langsam ab, dass in naher Zukunft die Möglichkeit bestehen könnte, wieder in irgendeiner Form Training durchführen zu können.

Ein Punkt war uns aber von vornherein klar: Wir als Kinder- und Jugendsport haben sowohl eine große Verantwortung den Aktiven und TrainerInnen gegenüber, als auch eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion. Alles, was wir in dieser Situation machen, muss sich also mindestens strikt im Rahmen der geltenden Richtlinien bewegen und wenn sinnvoll, auch über diese hinaus Regeln schaffen, um für alle ein sicheres Training zu gewährleisten. Soweit klar, also zunächst Voraussetzungen schaffen:

In virtueller Sitzung wurde durch die TrainerInnen ein umfassendes Hygienekonzept für den Kinder- und Jugendsport erstellt und später vom Vorstand bestätigt. Dieses behielt mit kleineren Anpassungen bis zum Ende der Saison Gültigkeit. Neben den ohnehin geltenden Regeln zu Abstand und generell vernünftigem Verhalten in einer Pandemie und ohne an dieser Stelle das komplette Konzept abdrucken zu wollen, waren uns dabei unter anderem folgende Punkte besonders wichtig: Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes fast immer, wenn wir nicht auf dem Boot sitzen (also effektiv: an Land), einzelnes Betreten von sanitären Anlagen, kein Verleihen von persönlicher Ausrüstung, nochmals erhöhter Abstand untereinander bei Besprechungen, lückenlose Anwesenheitsdokumentation, und noch einiges mehr.

Gut, Konzept steht, Vorstand nickt, nun mussten wir an sich nur noch warten, bis es losgehen darf. Als es dann Anfang Juni tatsächlich so weit war, dass auch letzte uns die Suppe-versalzende Regelungen (Stichwort Umziehen auf dem Gelände) aufgehoben wurden, stellten sich vor dem ersten Training dann aber schon die Fragen: Wird das Konzept aufgehen? Gelingt es den TrainerInnen es umzusetzen? Und wie wird das Ganze von den Aktiven aufgenommen und befolgt?

Die kürzest mögliche Antwort darauf lautet: Ja!

Nachdem unsere Regeln schon vorher kommuniziert und zu Beginn des Trainings besprochen wurden, war es sehr eindrucksvoll zu beobachten, wie sich alle Altersgruppen, vom Opti-Anfänger bis zur 420er Seglerin wie selbstverständlich penibelst an alle Vorsichtsmaßnahmen hielten, sich sogar gegenseitig daran erinnerten. Vom ersten bis zum letzten Training gab es kaum Situationen, in denen ein Trainer mal eine Augenbraue heben musste. Alle waren froh segeln zu können, wen stören da schon so ein paar Zusatzregeln: Maske auf, Hände waschen, Anmelden, Boot aufbauen, warten bis Platz zum Umziehen frei ist, Besprechung im extra großen Besprechungskreis, Boot ins Wasser (vorher schnell die Maske in die Tasche), Training, alles noch einmal rückwärts, Applaus, nach Haus.

So einfach kann es tatsächlich sein, wenn TrainerInnen mit gutem Beispiel vorangehen, alle mitmachen und sich einig sind, dass wir vor allem einfach segeln wollen. Anerkennende Blicke einiger erwachsener Sportsfreunde gibt’s dann sogar noch obendrauf.

Nun, zugegebener Maßen war der Anfang für die 420er ein wenig holpriger. Da unsere speziellen Bedürfnisse als Segler, vor allem im Zweihand-Bereich, natürlich eine Weile brauchten, bis diese auch in den entsprechenden Verordnungen Berücksichtigung fanden, mussten wir hier noch etwas Zeit überbrücken. Jemandem zu versuchen weiszumachen, auf einem 420er permanent den zu diesem Zeitpunkt auch im Sport geltenden Mindestabstand einhalten zu können, hielten wir für sehr weit hergeholt. Es war nicht an uns über Sinn und Unsinn geltender Verordnungen zu befinden, also Alternativprogramm mit Abstand: Sport im Freien, Fein-Tuning der 420er und endlich mal wieder auf Einhand-Booten segeln, auch wenn der Opti für einige schon ein wenig eng geworden ist. Ein paar Wochen später wurden die Regelungen angepasst und es ging endlich wieder auf größere Boote.

Und so ging es dann durch den Sommer Richtung Herbst. Unser Trainingslager in Greifswald konnte nach geltenden Regeln fast normal stattfinden, solange wir unter uns blieben und uns an die geltenden Hygieneregeln hielten. Zum Ende der Saison wurden wir sogar noch mit ein paar wenigen stattfindenden Regatten belohnt, allesamt mit hervorragenden Hygienekonzepten.


Schöne Saison an sich; ein bisschen spät angefangen, ein paar mehr Regatten und Feiern im Verein wären schön gewesen, aber am Anfang des Jahres hätte noch niemand gedacht, dass wir 2020 überhaupt aufs Wasser kommen.

Den Sommer über konnten wir davon profitieren, dass eigentlich alles was wir machen draußen stattfindet. Nun nahte aber der Winter und die Marschrichtung war relativ schnell absehbar. Also Anfang Oktober wieder virtuell zusammensetzen und überlegen, was sinnvoll möglich ist:

Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch im Rahmen des gesetzlich Möglichen, wurde nach ausgiebiger Abwägung ein Training wie sonst in der Sporthalle von vornherein ausgeschlossen. Zu viele Leute aus zu vielen Schulen und Umfeldern auf zu wenig schlecht belüftetem Raum: Fällt flach. Alternativen? Geeigneten Platz suchen, gegen die Dämmerung mit Akku-Baustrahlern ausleuchten und solange das Wetter mitspielt zumindest eine stark verkürzte Einheit Sport in der Woche anbieten, ergänzt durch Lauf und/oder Fahrradgruppen. Platz gefunden, ausgeleuchtet, abgesagt. Noch bevor wir unseren Plan umsetzen konnten, schwappte die erwartete Welle dann doch schneller als gedacht über uns und die nun wieder geltenden Kontaktbeschränkungen machten uns einen nachhaltigen Strich durch die Rechnung.

Also nun ein ganzer Winter ohne Sport, Theorie und vor allem ohne uns zu sehen? Kurz gesagt: Nö! Wir entschieden uns das Ganze mit zwei Konzepten anzugehen, da unsere Pläne für die Älteren nicht sinnvoll für die Jüngeren durchführbar erschienen. Die Idee für Beide hieß digitales Training, so richtig mit Videokonferenz. Weil komfortabel, einfach zu nutzen, bei einigen schon vorhanden und Datenschutz-technisch halbwegs akzeptabel setzten wir dafür einen entsprechenden Discord Server auf, der nebenbei auch noch zur Abwicklung von Trainer- und Vorstandssitzung genutzt wird.

Für Opti und 420er gibt es je einen Termin pro Woche, an dem sich alle (virtuell) treffen. Für die 420er gibt es hier wöchentlich einen kurzen Theorie-Teil und die Auswertung des über die Woche selbständig durchgeführten Sport-Teils. Dazu wurde eine allen verfügbare Tabelle mit Auswertungsfunktion gebaut, in der für jeden Tag die persönliche Anzahl an gemachten Liegestützen, Crunches, gelaufene Kilometer, …, eingetragen werden können.  Haben wir unser gemeinsames Wochenziel von z.B. 700 Crunches noch nicht erreicht, holen wir den Rest gemeinsam nach dem Theorie-Teil nach, ansonsten geht’s gleich weit mit den Zielsetzungen für die nächste Woche (17530 Liegestütze seit November, immerhin…). Da die asynchrone Variante uns vor allem für die jüngeren Opti-Kinder als wenig aussichtsreich erschien, gibt es hier grundsätzlich im wöchentlichen Wechsel Live-Sport und Theorie in den entsprechenden Trainingsgruppen, ergänzt durch kurze Spiele wie „Segeltabu“ oder „Ich packe meinen Opti und nehme mit …“.

Auch diese ungewohnte Form von Training wurde von allen gut angenommen und wird uns wohl noch bis es wieder an die Boote geht begleiten. Es war natürlich von vornherein klar, dass ein vollwertiges Wintertraining so nie ersetzt werden kann. Die Idee war viel mehr sich besser zu etwas Bewegung motivieren zu können und nicht den Kontakt untereinander zu verlieren, sei es auch nur durch eine wöchentliche Einheit dusslig-quatschen vor und nach dem digitalen Training.

Was passiert als nächstes? Gute Frage. Der Frühling kommt, unsere Konzepte liegen angepasst in der Schublade, wir warten aufs Los. Momentan sieht es zwar noch nicht unbedingt rosig aus, aber sowohl wir, als auch alle die Verordnungen beschließen haben nun schon ein Jahr Erfahrung mit Kinder- und Jugendsport unter Pandemie-Bedingungen. Dies und das vorbildliche Verhalten fast aller TrainerInnen, Aktiven und Organisatoren der wenigen Regatten über die komplette Saison hinweg, lassen dann doch einen positiven Blick in Richtung des hoffentlich baldigen Saisonbeginns zu. Weiter gehen wird es in jedem Fall, im Zweifel lassen wir uns halt wieder etwas Neues einfallen.

Denes Fischer – Jugendleiter Segelgemeinschaft Wendenschloß e.V