Trainingslager 2016

Landteam-Radio und großartige Stimmung

Auch in diesem Jahr fand in der letzten Sommerferien-Woche das traditionelle Trainingslager der Segelgemeinschaft Wendenschloß e.V. und des Yachtclub Wendenschloß in Zielow statt. Zum dritten Mal in Folge waren wir in der dortigen Jugendherberge mit 15 420er- und 8 Optiseglern nebst Trainern und Landteam untergebracht.

Unser Start

Nach gemeinsamem Verladen am Freitagnachmittag trafen wir uns am Samstag um 10 Uhr in der SGW, um mit Transporter, 10 Trailern und noch mehr Autos in Richtung Müritz zu starten. Als um 16 Uhr die letzten Nachzügler angekommen waren, herrschte bereits geschäftiges Treiben auf dem Gelände. Trailer entladen, Gurte sortieren, Boote aufbauen, Planen verstauen und Motorboote zu Wasser lassen – dazu noch ekelhafter Sonnenschein mit guter Musik.
Der Abend wurde mit dem gemeinsamen Abendessen und einer kaputten Lenkung am Trainer-I eingeleitet. Die Einen bezogen noch schnell ihre Betten und die Anderen spielten Tischtennis oder Volleyball. Nach einer kurzen Begrüßung der Lagerleitung mussten bereits die Jüngsten in die wohlverdiente Abendruhe.

Die ersten Tage

Gegen 8 Uhr taumelten wir gemeinsam zum Frühstücksbuffet, was für einige Frühsport genug war. Brötchen schmieren, Lunchpakete packen, individuell mit viel Witz beschriften und die besten Müsliriegel ergattern. Zwischen 9.15 und 9.30 Uhr trafen sich die Trainingsgruppen an den (hoffentlich) aufgebauten Booten. Nach einer kurzen Kontrolle der Boote und einer Besprechung über die Ziele und Pläne für die jeweilige Einheit, ging es dann meist sehr zügig aufs Wasser.

Während die Kinder die Müritz unsicher machten, hatte sich das Landteam zur Aufgabe gesetzt den Trainer zu reparieren, was sich als kompliziert herausstellen sollte.
Windtechnisch konnten wir uns bereits am ersten Tag nicht beklagen, jedoch schlug am Nachmittag das Wetter um und ein Gewitter zwang uns zu einer Theorieeinheit an Land. Zusätzlich wurde Volleyball gespielt.
Abends wurden wir, wie schon die Jahre zuvor, von den netten Küchendamen der Jugendherberge versorgt. Nachdem alle gestärkt waren trafen wir uns, bei strömendem Regen, unter unserem Pavillon und hatten dabei tierische Gesellschaft von ca. 2000 Insekten, die von der Pavillionbeleuchtung angezogen wurden.

7.15 Uhr: „Aufstehen, Frühsport!“ – Obwohl nicht offiziell ausgeschrieben, fanden sich einige Wahnsinnige zum ca. 30 minütigen Joggen mit Nina, Volli und Fabi ein.
Nach morgendlicher Routine verlief das Training weitestgehend problemlos. Zum Mittag gab es die selbst belegten Lunchpakete an den Bungalows.
Gegen 14.30 Uhr trafen wir uns segelfertig an den Booten, um in eine Nachmittagseinheit zu starten.

Beim Reinfahren ertönte knarzig aus den Funkgeräten der Trainer die Hawaii Five-O Titelmelodie und die Stimmen von Volli aka. Turbo Tony und Simon aka. Simply Simon, die uns zur ersten Ausgabe der aufwändig produzierten Landteam-Radio Show begrüßten. Durch den schlimmsten Ohrwurm der Geschichte aller Trainingslager, wurde der Abend mit dem permanenten Summen der Titelmelodie unserer Radioshow begleitet. Auch musste unser Landteam zu späterer Stunde noch sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen, indem sie die Lenkung erfolgreich reparierten.

Auch am nächsten Tag waren erschreckender Weise die Boote meist pünktlich aufgebaut, sodass die Trainer äußerst selten Liegestütze vergeben mussten.
Auf Grund der guten Wetterbedingungen haben wir nachmittags bereits angefangen, die erste Wettfahrt unserer traditionalen Trainingslager-Regatta zu fahren.
Nachdem uns die Landteam-Radio Show mit akustischen Genüssen in den Hafen gelotst hatte klang der Tag sehr harmonisch aus.

Juhu, Bergfest! Am Mittwoch hatten unsere 420er-Segler die Gelegenheit mit dem in dieser Woche ebenfalls in Zielow weilenden Landeskader von Brandenburg eine Einheit zusammen zu trainieren.
Wie schon am Dienstag fanden auch heute weitere Wettfahrten statt.
Nach einer Knöchelverletzung machte sich das Landteam sofort Gedanken über den Transport der Segelerin und präsentierten am nächsten Tag den „Delta-Racer 3000“ auf Basis eines Optiwagens und Liegestuhls.

Trainerwettfahrt und Neptunfest

Nachdem am Donnerstagvormittag die 420er-Segler ihr Können in den beiden letzten Wettfahrten unter Beweis stellen mussten, konnten sie sich am Nachmittag bei den Trainern in einer selbst organisierten Trainerwettfahrt „rächen“. Diese machte allen Beteiligten großen Spaß und wurde zum Teil ernster genommen als gedacht war. Erstaunlicherweise stattete uns Neptun höchstpersönlich auch dieses Jahr wieder einen Besuch ab und taufte die „dreckigen Erdenwürmer“.

Die Freitagseinheit wurde traditionell etwas lockerer gestaltet. Die 420er unternahmen eine Langstreckenfahrt bis zur Tonne Sietow und waren damit den ganzen Vormittag beschäftigt.

Doch auch die Optis haben die Müritz erkundet und ihr Boot bei kleinen Spielchen genauer kennen gelernt.
Großer Höhepunkt des letzten Trainings war auch die spektakuläre Ausgabe unserer Radioshow, die einen selbst geschriebenen Song präsentierten und sich damit in die Winterpause verabschiedeten.
Nach dem Mittagessen wurden die Boote abgebaut und auf die Trailer verladen.
Abends wurden nicht nur die Sieger der Trainingslager-Regatta und der Trainerwettfahrt geehrt sondern auch alle anderen Teilnehmer. Beim Grillen am Abend wurden die Fotos der Woche gezeigt und Geschichten mit einigen Eltern ausgetauscht. Als dann die letzten Stockbrote verzehrt waren und sich so langsam die Müdigkeit einstellte, endete auch dieser schöne Tag unseres Trainingslagers.

Ein letztes Mal wurde zum Frühstück geweckt und Lunchpakete geschmiert, denn es ging nach Hause. Zuvor mussten noch die Zimmer ausgeräumt und die Autos beladen werden. Gegen 12 Uhr konnten wir Richtung Berlin starten.
Um 15 Uhr kamen wir in der SGW an, luden erstaunlich schnell ab, verabschiedeten uns in das letzte Wochenende der Sommerferien und freuten uns insgeheim auf das nächste Jahr.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir mit diesem Trainingslager endlich mal wieder ein „echtes“ Sommertrainingslager bei durchschnittlichen 28°C erleben durften. Besonders gefreut haben uns die viel zu artigen Kinder aber auch unsere „neue“ Lagerleitung, die die alten Hasen abgelöst und mit dem Landteam eine unvergessliche Woche gezaubert hatten.

Fabian Lohmüller, SGW

Trainingslager 2015

Das war´s schon wieder: Am Sonnabend, den 29.08., endete gegen 15:00 Uhr mit der Ankunft der Auto-Karawane in der SGW das diesjährige Sommertrainingslager der Kinder und Jugendlichen der Vereine Segelgemeinschaft Wendenschloss und Yachtclub Wendenschloss.

22 Aktive hatten eine Woche lang ausreichend Zeit in den Klassen Optimist und 420er Bootsbeherrschung und Regattataktik zu trainieren. 11 Trainer beider Vereine sorgten mit einem umfangreichen Trainingsprogramm für hervorragende Voraussetzungen.

Wetter wie Revier boten für jeden Geschmack etwas. Von Anfangs 5 Bft, in Böen 7, mit entsprechender Welle bis zu einer moderaten 2-3 und Sonnenschein war alles dabei. Die Unwetterwarnung vom Montagabend blieb glücklicher Weise nur eine Warnung, so dass die Trainingseinheiten wie geplant an jedem Tag stattfinden konnten. Auch das nicht immer beliebte Konditions- und Ausdauertraining kam nicht zu kurz.

In Insgesamt 6 Wettfahrten ermittelten die Aktiven am Mittwoch und Donnerstag ihre Besten.
Am Donnerstagnachmittag stellten die Trainer ihr Können im Segeln sowie der Boots- und Knotenkunde bei der von den 420er-Seglern organisierten Trainerwettfahrt unter Beweis. Aha-Erlebnis für einige junge Segler: Die erzählen ja nicht bloß wie es geht, die können das ja tatsächlich auch.
Der Tag endete mit den Siegerehrungen beider Regatten.

Nach der letzten Trainingseinheit am Freitag wurden die Boote wieder abgeriggt und verladen, die Schlauchboote geslippt und gereiningt und das gesamte Material verpackt. Ein Blick währenddessen auf das Trainingslagergelände ließ den Eindruck entstehen, Vereine und Wohnungen der Teilnehmer müssten eigentlich komplett leer sein.

Die Wetterprognose ging auf, so dass am Freitagabend bei Grillfest, Lagerfeuer und sommerlichen Temperaturen bis in den späten Abend unser Trainingslager einen gelungenen Abschluss fand.

Nach der traditionellen Versteigerung der gesammelten Fundstücke gegen Ableistung der entsprechenden Liegestütze zu Gunsten der Kondition der neuen/alten Besitzer traten wir am Sonnabend um 11:45 Uhr die Heimreise an.

Ein Crashtest bei den Opti-Anfängern endete SGW 1 : YCW 0. Nach mehrstündiger Puzzlearbeit unter Zuhilfenahme von Scheinwerfer, Fön, reichlich Polyesterharz und Glasmatte konnte aus dem entstandenen Kuttersteven wieder ein Optibug modelliert werden. Am nächsten Tag war das Boot wieder einsatzbereit. Bei den 420ern ist der Verlust eines Spinakerbaumes zu vermerken.
Das wichtigste aber: Bis auf die Erinnerung an drei Wespenstiche und den zeitweisen Verlust der Stimmgewalt zweier Trainer sind alle Teilnehmer wieder gesund nach Hause gefahren.

Wie in den vergangenen Jahren war es wieder eine erfolgreiche Woche mit einem erfahrenen und äußerst engagierten Team. Viele Hände haben beim Verladen und dem Transport geholfen das Trainingslager zu realisieren.
Mit besonderer Hochachtung möchte mich hiermit nochmals bei allen Trainern und Betreuern bedanken, welche für ihre Teilnahme ihren Jahresurlaub opfern und die entstehenden Kosten aus ihrer Tasche bezahlen.

Tomas Fischer
Leiter Trainingslager 2015

PS Das Trainingslager 2016 findet vom 27.08. – 03.09.2016 in der Jugendherberge Zielow an der Müritz statt.

Sommertrainingslager 2013

In der vergangenen Woche fand das Sommertrainingslager der SG Wendenschloß statt. Traditionell in der letzten Woche der Sommerferien durften wir in diesem Jahr bereits zum 16. mal in Folge auf dem Gelände des Segelverein Ciconia Storkow zu Gast sein.

Vom 27.07. bis zum 02.08. trainierten 62 Aktive im Alter zwischen 6 und 20 Jahren in den Bootsklassen Optimist, Cadet und 420er in verschiedenen Trainingsgruppen Segeln und Theorie. Für den Trainingsbetrieb sowie die Organisation an Land sorgten 26 Trainer und Betreuer.

Trainingslager 2013
Gruppenbild

Bei durchweg sommerlichen Temperaturen und leichten Winden fanden Manövertraining, Start-Zielkreuzen, Zweikampftraining und Trainingsregatten statt. Theoretischer Unterricht zu den Themen Taktik und Trimm sowie Unterweisungen zu den Themen Sicherheit, Seemannschaft und Bootsbau ergänzte das Trainingsprogramm an Land.

In der Gruppe Optimist Anfänger waren 11 Segler angetreten erste Erfahrungen auf dem Wasser zu sammeln und die theoretischen Grundlagen zu erlernen. Jeweils 20 Aktive in den Gruppen Optimist C und 420er stellten die jeweils größten Trainingsgruppen. Hier standen Bootsbeherrschung, Teamarbeit und Manövertraining im Vordergrund. 6 Aktive im Cadet lernten als Umsteiger ihr Boot kennen und hatten erste Erfolge bei der Bewältigung von Böen und frischen Winden. Bei den 5 Optimisten B ging es vordergründig um Taktik, Trimm und Technik.

Von den Jüngsten stellten sich 8 Teilnehmer den Prüfungsaufgaben zum Erlangen des Jüngstensegelscheines. Hierbei sind vor einer Prüfungskommission Fragen zu Sicherheit, Seemannschaft, Wegerecht und Bootsbau zu beantworten sowie im praktischen Teil Knoten und diverse Manöver vorzuführen. Alle Anwärter stellten ihr Wissen und Können souverän unter Beweis.

Der Mittwoch endete mit einer Nachtwanderung durch die nahe Binnendüne Waltersberge. Organisiert von 420er-Seglern und Trainern flogen Gespenster durch die Dunkelheit, quietschten Friedhofspforten und wilde Kreaturen trieben ihr Unwesen. Natürlich hat sich niemand gegruselt 😉

Bei der von den Jugendlichen organisierten, nicht ganz ernst gemeinten, Trainerwettfahrt gab es Donnerstag nachmittags Gelegenheit sich bei den Trainern für Frühsport und Ausdauertraining zu „bedanken“. Abends forderte Neptun sein Recht allzu renitente Landratten auf den rechten Weg zu bringen. Gegen 19:00 Uhr fand die Siegerehrung im Kreis der angereisten Eltern und Gäste statt, zu der auch die erlangten Jüngstensegelscheine überreicht wurden. Der Abend endete mit einem großartigen Grillbuffet und Stockbrot am Lagerfeuer.

Nach der letzten Trainingseinheit am Freitag Vormittag und dem Mittagessen wurden die Boote abgeriggt und verladen, Motorboote geslippt und die Zelte abgebaut. Hierbei fanden sich dann so manche vermissten Socken, Schuhe und Persenninge wieder. Nachdem das Gelände wieder aufgeräumt war begann gegen 16:00 Uhr die Heimreise. Nachdem auch Trainer und Betreuer gegen 19:00 Uhr ihre Habe beisammen und verladen hatten und die Rückfahrt antraten kehrte wieder die gewohnte Ruhe auf dem Gelände des SCS ein.

Wie in jedem Jahr das Wichtigste: Alle Teilnehmer beendeten das Trainingslager müde aber gesund.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei allen Trainern und Betreuern für ihre hervorragende Arbeit und das enorme Engagement bedanken. Alle sind ehrenamtlich tätig, opfern hierfür ihren Jahresurlaub und finanzieren ihre Teilnahme aus eigenen Mitteln.

Die erreichten Trainingsziele sowie die Wünsche der Aktiven im kommenden Jahr wieder teilnehmen zu wollen sind ein schöner Dank für eine Woche Anspannung und Schlafmangel. Ihr ward wieder einmal einsame Spitze. Ich hätte euch für das Trainingslager im nächsten Jahr gern wieder an Bord.

Tomas Fischer
SG Wendenschloß

Sommertrainingslager Storkow 2012

28.07.-03.08.12

Es ist mit Traditionen ja manchmal etwas schwierig. Die einen bestehen strikt auf deren Einhaltung, die anderen würden gern mal davon abweichen.
Auf meine Fragen an Trainer und Aktive zum Jahresbeginn, ob und (wenn ja) wie wir denn wieder ein Trainingslager veranstalten wollen, bekam ich ungläubiges Kopfschütteln oder Stirnrunzeln als Antwort.

So fand also auch in diesem Jahr, traditionell in der letzten Ferienwoche, unser Trainingslager für Kinder und Jugendliche statt. Trainer und Betreuer aus 6 Berliner und Brandenburger Vereinen ermöglichten Aktiven im Alter zwischen 7 und 19 Jahren eine Woche intensiven Trainings auf dem Wasser wie auch an Land und sorgten für traditionell hervorragende Rahmenbedingungen.
Bereits zum 15. Mal in Folge durften wir auf dem Vereinsgelände des Segelvereines Ciconia Storkow zu Gast sein. Das ist mit Blick auf erhöhte Frequentierung von Messe und Kombüse, Sanitärräumen, Bootshallen und Freiflächen bei weitem keine Selbstverständlichkeit. 57 Aktive, 20 Trainer und Betreuer, Boote, Zelte, Trailer, Fahrzeuge und so weiter sind weder zu übersehen, geschweige denn zu überhören.

Bei durchweg warmem Wetter und teils mäßigem bis leider öfter ungenügendem Wind wurde in den Bootsklassen Optimist, (erstmals) Cadet und 420er in leistungsbezogenen Trainingsgruppen zwischen Frühsport, Bootsbau und Rollwende geübt, geflucht, perfektioniert.
Die Opti-Anfänger stellten mit 17 Teilnehmern in diesem Jahr die größte Gruppe. Somit hatten Jana, Manu, Tina, Burkhard und Tobias als Trainer äußerst selten Zeit zum Durchatmen. Woher kommt der Wind? Wann macht man eine Wende? Wie geht ein Palstek? All das und noch vieles mehr wurde in den Trainingseinheiten in Theorie und Praxis hervorragend vermittelt und mal sachlich, mal spielerisch geübt.
Erste Regattaerfahrung oder fortgeschrittenes Können hatten dagegen die Kinder der Gruppe Opti C. Nina, Tina und Peter übten mit 8 Aktiven das Boot zu beherrschen und sich auf der Regattabahn zurechtzufinden. Der eine oder die andere kam da schon mal außer Puste. Diese Kondition, von der so oft gesprochen wird, scheint doch irgendwie wichtig zu sein.

Die 12 „Profis“ unter den Opti-Seglern hatten mit Denes und Phillip als Trainer in der Gruppe Opti A/B schon ganz andere Ziele. Bootsbeherrschung, das heißt Manövertraining bis zum gehtnichtmehr, theoretischer Unterricht zu Regattataktik und mentaler Vorbereitung sowie Bootsbau und Trimm am Boot waren die Hauptthemen. In den zahlreichen Trainingsregatten wurde schnell klar, wie die entscheidenden Bootslängen Vorsprung zu erreichen sind. Und spätestens die Videoanalyse zeigte, wo es noch was zu verbessern gibt.
Zwei Cadet-Mannschaften hatten für das Trainingslager gemeldet. Beide Teams als Umsteiger neu auf dem Boot, waren die Trainer Eric und Fredi mit den Aktiven vorrangig auf dem Wasser zu finden. Was auf dem Opti nur noch müdes Lächeln hervorrief hatte hier schon ganz andere Auswirkungen.

Matthes und Tony hatten mit acht 420er-Mannschaften eine ansehnliche Trainingsgruppe zu betreuen. Bootstrimm und Manövertraining standen hier im Vordergrund des Trainings. Zahlreiche Trainingswettfahrten zeigten schnell wer die entscheidenden Bootslängen heraus segeln kann.

Wie in jedem Jahr fanden am Donnerstag (traditionell) die Trainerwettfahrt sowie Neptunfest und Siegerehrung statt. Nach der ersten Trainingseinheit stellen sich nachmittags Trainer und Betreuer den Aufgaben, welche von der „Wettfahrtleitung“ gestellt wurden. Die beiden Mannschaften hatten allerlei athletische wie theoretische Aufgaben zu lösen, natürlich immer in der Verbindung mit viel Wasser.
Ab 17 Uhr waren wie in jedem Jahr alle Eltern der Teilnehmer eingeladen. Neptuns Häscher griffen sich einige allzu Renitente um sie nach ausgiebiger Reinigung unter dem Beifall der glücklichen Unbetroffenen dem Storkower See zur rituellen Waschung zu „übergeben“.
Nach einleitenden Worten und einem kurzen Abriss der bisherigen Geschehnisse wurden die Platzierungen aus den Trainingswettfahrten bekannt gegeben und die Gewinner geehrt.
Bei Klönschnack, Speis und Trank sowie ausnahmsweise verschobener Nachtruhe endete der letzte Abend des diesjährigen Trainingslagers.

Der letzte Tag begann ausnahmsweise ohne Frühsport. Nach einer Trainingseinheit und dem Mittagessen wurden die Boote abgeriggt und verladen, Sachen gesucht/getauscht/als Verlust gemeldet, Zelte abgebaut und das Vereinsgelände aufgeklart. Ab 16 Uhr kehrte bei den Storkowern dann so langsam wieder das normale Leben zurück.
Das Landteam mit Brigitte, Cathrin, Gela, Sylvi und Micha sorgte hervorragend für einen reibungslosen Ablauf und die Vorbereitung der Mahlzeiten, die Küchenarbeit,
das Backen/Schnippeln/Kochen/Rühren unzähliger Leckereien sowie Einkauf und Versorgung mit allem was 77 Segler in einer Woche so brauchen. Es wurde Frühsport getrieben, Zöpfe geflochten, Heimweh vertrieben, Spiele organisiert, Mastbänke laminiert, kleine und mittlere Wehwehchen versorgt, Motoren repariert, Kamillentee gekocht und und und.

Und wie in jedem Jahr investierten alle Trainer und Betreuer ihren Urlaub und ihre Freizeit um ehrenamtlich eine Woche Training für unsere Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Wie ich meine eine sehr schöne Tradition.
Ich hatte wieder ein hervorragendes und erfahrenes Team und würde mich freuen alle im kommenden Jahr in Storkow wieder zu sehen.

Tomas Fischer