von Leonhard Gebhardt
Am 31. Oktober hat die Segelgemeinschaft Wendenschloß mehr als ein Dutzend Boote aus dem Wasser geholt. Dafür wurden die Boote in der Reihenfolge ihres Winterplatzes in der Halle oder auf dem Vereinsgelände vom Steg aus auf eine Lore oder einen Bootsanhänger im Wasser positioniert, an der Zuganlage befestigt und die Slipbahn hinaufgezogen. An Land wurde mit Hochdruckreinigern und Schrubbern der Bewuchs eines Sommers entfernt. Dann wurden die Boote mit einem sogenannten Multi-Mover, einem elektrischen Rangierschlepper, bewegt.
Bei Gefälle, nassem Boden und Laub unter den Rädern kam allerdings auch der Mover an seine Grenzen. So zogen, schoben und koordinierten pro Boot schnell an die zehn helfende Hände. Bei Segelbooten von rund zwei Tonnen (bei manchen munkelte man von mehr) ließen sich dabei auch die eigenen Grenzen ausloten. Das Umsetzen von der Lore über die Hubbühne auf den Bock verlangte Geschick, Abstimmung und manchen Holzscheit, der im richtigen Moment untergeschoben wurde.
Gemeinsam wurden auch unvorhergesehene Herausforderungen gemeistert: Ein Stützrad blockierte im Wasser und musste ausgetauscht werden, ein Kraneinsatz half beim richtigen Positionieren. Auf dem weicheren Untergrund hinter der Halle konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Böcke einsinken. Erfahrene Mitglieder erkannten das Risiko und sicherten sie mit Platten. Und mancher Sportsfreund war so eifrig, dass beinahe nicht nur die Rümpfe und das Innere der Schlauchboote, sondern auch die Umstehenden abgekärchert wurden. Die gegenseitige Unterstützung, die gute Abstimmung und viel Tatendrang griffen nahtlos ineinander. So waren am Nachmittag alle vorgesehenen Boote bereit für den Winter. Zum Abschluss brach sogar noch die Sonne durch die Wolken, als wollte sie den Einsatz würdigen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit angepackt haben!
